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Als wir 2006 unser lang ersehntes eigenes Haus bezogen, war es endlich an der Zeit, uns einen weiteren großen Wunsch zu erfüllen: eine Katze!
Bis dahin war zwar schon lange eine fröhliche Löwchenschaar Teil der Familie, doch mehrere Umzüge und schließlich die Wohnsituation direkt an einer großen Bundesstrasse waren für eine Katze schlicht ungeeignet. Das sollte nun anders werden! Und nachdem wir seit fast 20 Jahren Rassehunde züchteten, sollte die Katze aus dem Tierheim sein.
Eine lange Suche begann. Eigentlich wollten wir “nur” ein hundeerfahrenes Tier mit etwas längerem Fell - das erwies sich allerdings schon recht bald als Illusion. Zwar gibt es Langhaarkatzen in den Tierheimen reichlich, doch eine, die wir in die Löwchenmeute hätten integrieren können, ließ sich einfach nicht finden. Und da eine panische ausgewachsene Katze für Löwchen echt gefährlich werden kann, sahen wir langsam ein, dass es wohl doch klüger wäre, ein Katzenkind von klein auf zu integrieren.
Nachdem diese Entscheidung schweren Herzens getroffen war, tauchten dann neue Gedanken auf: Wenn schon ein Katzenkind - warum dann nicht einen zweiten heimlichen Herzenswunsch erfüllen?
Bei einem Besuch bei Züchterfreunden in Holland hatten wir neben deren Löwchen auch vier atemberaubend schöne Norwegische Waldkatzen kennen gelernt, die sich mit den Hunden prächtig verstanden hatten. Damals waren wir von diesem Bild tief beeindruckt und hätten uns sicher sofort für ein Kätzchen angemeldet, wenn es unsere Situation erlaubt hätte.
Das hatte sich ja nun geändert. Warum dann also eigentlich nicht eine Waldkatze?
Andererseits hatte Felizitas bei ihrer Arbeit bei einem Tierarzt die Heiligen Birmas kennen gelernt und schon beim ersten Blick in diese klaren blauen Augen ihr Herz an diese Rasse verloren. Also gut, wenn schon Katzenkind, dann eben doch eine Rassekatze - aber welche???
Wir begannen eine stundenlange Internet-Recherche. Wir sahen unzählige Sites über beide Rassen und bemerkten bald, dass sich ein Satz überall wieder fand: “Diese Rasse ist so gesellig, dass sie niemals alleine gehalten werden sollte!” Und viele Züchter beider Rassen wiesen sogar ausdrücklich darauf hin, dass sie ihre Kitten nur zu zweit oder in Katzengesellschaft abgaben.
Zwei Katzen? Ja warum denn eigentlich nicht! Das Haus ist wahrlich groß genug und damit lösten sich dann auch mit einem Schlag alle Entscheidungsnöte in Wohlgefallen auf! Und dann ging es ganz schnell. Selbst erfahrene Züchter wussten wir genau, worauf wir zu achten hatten und schon bald zogen Radja und Skimpa ein. Beide waren mit Hunden aufgewachsen und da wir selbst gerade Löwchenwelpen hatten, tobte schon bald ein wildes gemischtes Welpenrudel durch Haus und Garten. Wir waren überglücklich!
Einige Monate später näherte sich dann der Zeitpunkt, zu dem wir an eine Kastration denken mußten. Was von Anfang an beschlossene Sache gewesen war, kam langsam ins Wanken, je nähere der Zeitpunkt kam…sollten die beiden nicht doch vielleicht wenigstens einmal Babies haben dürfen? Die Mischung wäre ganz bestimmt sehr hübsch und Interessenten hatten wir im Freundeskreis genug...
Schon bald war das beschlossene Sache, einen Wurf wollten wir machen und dann kastrieren - nur dass wir Rassehundezüchter sind und ein Mischlingswurf ohne Papiere uns irgendwie gegen den Strich ging. Schließlich waren unsere beiden Katzen hoch rassetypisch und hatten Papiere! Also begannen wir, uns nach einem Waldkater umzusehen und nach etlichen unergiebigen Besuchen lernten wir George kennen - der mußte es sein!!! Uns schwupps waren wir in unseren Katzenverein eingetreten und hatten eine Zucht angemeldet.
Und Radja? Skimpa sollte Babies haben aber Radja nicht? Das ist unfair! Aber Kater können nun mal keine Kinder bekommen. Wie löst man das Problem? Na klar! Wir brauchen ein Birma-Mädchen! Und nicht lange, da zog die bezaubernde kleine Rani bei uns ein.
Unsere Freunde lachten sich kaputt und wir erfuhren, dass sie längst alle hinter unserem Rücken Wetten abgeschlossen hatten - nicht darüber OB wir züchten würden, sondern nur, wie lange es dauern würde. Was sich für uns “unbeabsichtigt” und “zufällig” ergeben hatte, hatten alle schon von Anfang an vorher gesehen J
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